|
Tipps gegen sexuellen Missbrauch im Chat Chatten macht Spaß. Im Chat kannst du zum Beispiel Mädchen und Jungen aus anderen Städten und Ländern kennenlernen, denen du sonst nie begegnen würdest. Im Chat kannst du dich über deine Hobbies und Interessen austauschen oder dich mit Klassenkameradinnen und -kameraden verabreden und all das besprechen, wozu du am Vormittag in der Schule keine Zeit hast. Chatten kann aber auch gefährlich werden: Nicht wenige Personen, die Mädchen und Jungen sexuell ausbeuten wollen, haben inzwischen Chaträume als eine Möglichkeit entdeckt, um mit ihnen in Kontakt zu kommen. Einige erwachsene Täter geben sich z.B. als Jugendliche aus und versuchen, sich bei Kindern und Jugendlichen einzuschleimen und zu einem wirklichen Treffen zu überreden, um sie dann zu missbrauchen. Andere nerven Chatterinnen und Chatter mit blöder sexueller Anmache oder schicken ihnen Bilder mit sexuellen Handlungen. Manchmal werden Mädchen und Jungen auch von jugendlichen Tätern und Täterinnen genervt oder bedroht. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern haben wir Tipps zusammengestellt, wie du dich besser vor sexuellem Missbrauch im Chat schützen kannst. Viel Spaß im Chat!
Täter fragen oftmals im Chat Mädchen und Jungen auf eine hinterlistige Art und Weise aus, um deren wirklichen Namen, Adresse, Schuladresse, Telefon- oder Handynummer herauszubekommen. Einige planen, Kinder und Jugendliche per Telefon sexuell zu belästigen, ihnen Pornos aufs Handy
zu simsen oder sie vor der Wohnung oder der Schule anzusprechen und blöd anzumachen.
![]()
Einige Chaträume verlangen bei Anmeldung die Angabe von Namen, Telefonnummern und
Adressen. Es kann leicht passieren, dass durch ein Versehen diese Angaben dann offen im Internet
erscheinen und alle sie lesen können.
Ein Passwort ist wie ein Haustürschlüssel oder der Pincode deines Handys. Wer das Passwort kennt, hat Zugang zu sehr persönlichen Informationen. Deshalb sollten dein Passwort auch nur enge Vertrauenspersonen kennen, die du schon lange persönlich kennst und bei denen du sicher sein kannst, dass sie nicht "in der Post rumschnüffeln", unter deinem Namen Mails verschicken oder chatten.
![]()
Kinder mit einem Nickname, der das Alter verrät oder das Aussehen des Mädchen/Jungen beschreibt, werden von Tätern und Täterinnen besonders häuig im Chat belästigt (z.B. suesse12w oder tangalady und cooler_boy12 oder loverboy13).
![]()
Viele Chats bieten die Möglichkeit, in einem Pro. l Angaben zur eigenen Person zu machen (z.B. die Telefonnummer anzugeben). Einige Täter und Täterinnen versuchen über diese Informationen herauszufinden, wo die Mädchen und Jungen in Wirklichkeit leben und tauchen dann plötzlich vor der Schule oder zu Hause auf. Andere nerven mit Anrufen oder SMS.
![]()
Alles was Du im Chatraum schreibst, können alle im Chat Anwesenden lesen. Auch weißt Du nie, was deine "Chatfreunde" mit deinen Informationen machen.
![]()
Oft ist es witzig, sich im Chat als jemand ganz anderes auszugeben, als man in Wirklichkeit ist. Das nennt man "faken". Faken ist ganz einfach, denn im Chat kann man den Gesprächspartner nicht sehen. Auch eine Web-Camübertragung und ein Foto kann eine andere Person zeigen als die, mit der man chattet. Viele Täter und Täterinnen geben sich als Kinder und Jugendliche aus, sind in Wirklichkeit aber schon erwachsen.
Manchmal kannst du nicht erkennen, dass ein anderer Chatter eine Person ist, die du in Wirklichkeit kennst (zum Beispiel ein Schüler, der auch auf deine Schule geht). Es kann ganz schön peinlich werden, wenn du ihm zu viel anvertraust.
![]()
Verabredungen mit Chatfreunden können gefährlich sein, denn man weiß nie, wie alt der Chatfreund wirklich ist und was er wirklich will.
![]()
Täter und Täterinnen versuchen oftmals herauszufinden, ob Mädchen und Jungen alleine vor dem Bildschirm sitzen oder den Computer alleine benutzen. Sie wollen nicht, dass Eltern oder andere mitbekommen, wenn sie mit Kindern und Jugendlichen über Sex chatten oder Sex-Bilder senden.
![]()
Viele Täter und Täterinnen möchten ohne viel Stress neue Opfer finden.
![]()
Chatten ist oft witzig. Chatten kann aber auch peinlich sein und Angst machen.
![]()
Liebe und Sex sind interessante Themen. Viele fiese Typen versuchen sich bei Kindern und
Jugendlichen einzuschleimen, indem sie ganz locker über diese Themen chatten.
Fotos kann man mit Hilfe von Computern verändern. Deshalb weiß man nie, was andere mit dem eigenen Foto machen. Einige Täter und Täterinnen verändern die Fotos auf eine ganz fiese Art und Weise und versuchen Mädchen und Jungen anschließend damit zu erpressen.
Viele Opfer schämen sich oder trauen sich nicht, ihren Eltern zu erzählen, welche üblen Sachen sie im Chat erleben. Sie haben z.B. Angst, dass ihre Eltern ihnen dann das Chatten verbieten.
Täter und Täterinnen benutzen hinterlistige Tricks, um sich mit Mädchen und Jungen im Internet anzufreunden. Manchmal kann man diese Tricks am Anfang nicht so leicht durchblicken und es wird einem erst viel später klar, wie gemein der andere ist und dass man den Kontakt eigentlich nicht will.
Es ist strafbar, wenn Erwachsene oder Jugendliche Mädchen und Jungen zu sexuellen Handlungen auffordern oder ihnen per Web-Cam zeigen, wie sie sich selbst sexuell befriedigen. Ebenso ist es strafbar, Mädchen und Jungen Sex-Fotos zu schicken, sich mit ihnen zum Sex zu verabreden oder sie bei einem Treffen sexuell zu missbrauchen. Das steht im Gesetz!
|